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  • AutorenbildLaurens Kreißig

Mit Achtsamkeit durchs Netz!


Zuvielisation

Am Sonntag durfte ich dem "We Will Rock You" - Musical in Hannover beiwohnen. Wie so oft habe Ich absoluten Respekt für alle Darsteller und deren Commitment. Ich hatte mich im Vorfeld jedoch nicht wirklich informiert und musste bereits in der ersten Szene feststellen: Hier geht es nicht um eine biographische Darstellung des Lebenswerks von Queen und Freddie Mercury. Ganz und garnicht! Vielmehr wurden die Songs umgedeutet und in eine dystopische Erzählung integriert, in der Internet und Digitale Medien als magnus diabolus fungieren. Und das Ganze hat mich bis jetzt beschäftigt. Steuern wir tatsächlich so ein pessimistisches Zukunftsbild an?


Der Gedanke ist natürlich nicht neu. Grundsätzlich sprechen wir schon seit mehreren Jahren über "Achtsamkeit", "Digital Detox" und "Smombies". Und gerade ich als "GenZ-ler" muss mich damit auseinandersetzen - denn das wird ggf. unsere Zukunft sein! Daher haben sich meine aktuellen Gedanken um Fragen gedreht wie:


  • Wie haben wir uns als Menschen zu "Medien-Junkies" entwickelt? UND: Hätte "Gott" das so gewollt? (angenommen er schaut von oben herab und sieht jemanden 5 Stunden auf der Couch auf Insta scrollen :D)

  • Was macht das Ganze mit unseren Augen, unseren Sinnen und unserem Gehirn? (Langzeitfolgen?!)

  • Kompensieren wir durch Insta & Co. nur? Wenn ja: Was genau müssen wir kompensieren? Stress? Einsamkeit? ...Warum?

  • Sind Technologisierung & Digitalisierung Fluch oder Segen?

  • Sind digitale Medien nicht auch nur eine weitere Form von Stress? (aka. Vergleiche, Druck, soziale Verpflichtungen --> Stress )

  • Was macht es dann mit mir, wenn ich mich, statt Pause von der Arbeit zu machen, weiterem Stress aussetze?

  • Wann schalte ich jemals ab?


Ich könnte mich wahrscheinlich absolut darin verlieren und ewig darüber philosophieren. Denkt man all diese Fragen zu Ende wird relativ deutlich, dass - wie bei sovielen Dingen - die Dosis das Gift macht. Technologie zu verteufeln und nicht zu nutzen würde genauso wenig bringen, wie die Vorteile nicht für sich, seine Visionen und seine Ziele zu gebrauchen.


Wie geht man also mit dem Thema um? Ich habe für mich persönlich gemerkt, dass Ich besonders zu "digitalen Konsumverhalten" neige, wenn Ich gestresst bin. Aber gerade das sind die Momente, in denen man eine Ruhephase, eine Gehirn-Siesta, am meisten gebrauchen könnte! Daher ist mein Deal mit mir selbst, immer zu hinterfragen warum ich jetzt genau das digitale Gerät meiner Wahl zur Hand nehme. Welchen Sinn & Zweck verfolgt diese Handlung? Oder ist sie nicht einfach nur eine (blöde) Gewohnheit! Stattdessen könnte ich mir viel eher mal die Zeit nehmen den Moment zu genießen, mal durchzuatmen, meine Handlungen reflektieren, einen Spaziergang machen, ohne Handy essen....


Wisst ihr, ich sehe viel über "Digital Detox" oder die "Entschlackungskur für deine Seele". Das ist im Endeffekt wie adipösen Leuten zu raten einfach weniger zu Essen. Am Ende hat man nen JoJo-Effekt. Vielleicht tut eine digitale Abstinenz Wunder für die Augen und den Körper. Aber das löst noch lange nicht das Problem. Wir sollten aber an der Wurzel des Problem arbeiten und nicht um das Problem herum. Und das geht in diesem Fall am besten mit Wissen über das Thema und Achtsamkeit für sich, seine Umwelt und sein Umfeld.


Auf keinen Fall sind meine Gedanken innovativ! Das sollen sie auch garnicht sein! Vielmehr sind sie ein Versuch, ein wichtiges, in Vergessenheit geratenes Thema, wieder zurück ins Bewusstsein zu bringen. Denn ich habe das Gefühl, dass unter den vielen Eindrücken und Umständen, in denen wir gerade Leben, dieses Thema nicht mehr so präsent ist, wie es möglicherweise sein sollte.


Zum Abschluss noch ein kleiner weiterer Gedanke von mir: Mir wurde mal gesagt: "Zeit ist das wichtigste Gut auf dieser Welt, sieh zu, was du daraus machst!". Im Endeffekt kann ich selbst jetzt wahrscheinlich noch nicht wirklich begreifen, wie wichtig Zeit wirklich ist. Doch eins kann ich: steuern, wofür ich meine (ablaufende) Zeit nutze.

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